Habt ihr auch schon ein Stricktagebuch ?

Eine sinnvolle Idee für alle, die viel handarbeiten.

Obwohl ich jetzt schon über zehn Jahre in einem Handarbeitsladen arbeite, bin ich erst vor drei Jahren auf diese Idee gekommen. Natürlich habe ich schon immer mitgeschrieben, wenn ich etwas gestrickt oder gehäkelt habe, weil ich es entweder selbstentworfen habe oder weil ich eine bestehende Anleitung für meine Größe abwandeln mußte.

Aber ich habe diese Kritzeleien nie gesammelt. Wenn ein Projekt beendet war, verschwanden meistens auch meine Aufzeichnungen darüber.

Meine Tochter brachte mich letztendlich auf die Idee, weil sie damals an einem  sogenannten "Smashbook" herumbastelte. Das sind Notizbücher, die mit den verschiedensten Dingen gefüllt werden: Ausschnitte aus Zeitungen, Photos, selbstgemachte Zeichnungen oder Collagen, Postkarten, Etiketten oder Label von Lieblingsmarken, Umschläge , selbstgeschriebene Texte, Stoffproben, Klebebildchen aund alle möglichen Verzierungen.....(Ich könnte jetzt stundenlang weiter aufzählen.)

Jedenfalls faszinierte mich dieses "Smashbook" und ich dachte mir, das könnte ich auch mit meinen Handarbeitsprojekten machen.  Natürlich sind vor mir schon viele andere auf diese Idee gekommen, aber ich hatte es damals noch nie bei jemand anderem gesehen. Inzwischen habe ich aber einige "angesteckt".

In meinem Tagebuch sammle ich die Banderolen der Garne,  klebe Garnproben dazu, notiere die Nadelstärke und meistens auch wo ich das Garn gekauft habe. Manchmal mache ich auch eine Skizze, falls ich etwas selbst entwerfe.

Dann geht es los mit der Anleitung. Wenn ich nach einer bestehenden Anleitung arbeite, mache ich eine Kopie davon und klebe sie in das Buch. Änderungen schreibe ich meistens in die Kopie. Gibt es zu große Änderungen schreibe ich alles per Hand. Das passiert natürlich nicht in der allerschönsten Handschrift und es gibt auch oft Streichungen und Überklebungen aber das ist mir egal, denn, so kann man gut nachverfolgen wie alles entstanden ist.

Wenn das Projekt fertig ist klebe ich noch Photos davon ins Buch.

Ach ja, und ganz wichtig ist auch ein Inhaltsverzeichnis, das hat mir schon gute Dienste geleistet wenn ich nach etwas gesucht habe.

Manches schreibe ich dann im PC ins "Reine" und es landet als Anleitung im Laden für Kundinnen, die das Projekt nachstricken wollen.

Ich habe in den Letzten 3 Jahren  insgesamt viereinhalb Bücher gefüllt und bättere eigentlich immer 'mal wieder auch in den älteren Büchern.

Angefangen hat alles mit einem billigen Notizbuch vom Aldi. Das reicht auch völlig aus, aber ich habe mittlerweile auch verschiedene Ausführungen von Notizbüchern verwendet, die noch ein bisschen mehr Komfort bieten.

Zum Beispiel eines von Tchibo, das noch  einen Gummi hat, der das Buch besser zusammenhält, und auf der letzten Seite gibt es eine Tasche, in der man Banderolen und ähnliches erstmal sammeln kann.

Ich habe auch ein Ringbuch, das speziell für solche Handarbeitsprojekte ausgelegt ist, weil die Seiten schon entsprechend bedruckt sind mit Platz für die Banderole, Skizze, Angaben über Nadelstärke, Maschenprobe und Verbrauch, und natürlich auch für die Anleitung. Im Nachhinein haben sich Blanko-Seiten aber für mich als praktischer erwiesen, weil mir der zugeteilte Platz oft nicht ausreichte und ich die Seiten umfunktionieren mußte.

Zur Zeit führe ich zwei Tagebücher parallel, eines für komplett selbstentworfene Anleitungen und eines für alle restlichen Projekte. Letzteres ist jetzt bald voll und ich freue mich schon auf das nächste, das schon einige Zeit bei mir herumliegt und auf seinen Einsatz wartet. Ich glaube, das ist mein bisher Schönstes.


In diesem Zusammenhang bin auf eine interessante website gestoßen:

http://www.mein-notizbuch.com/stricken/

Hier kann man Notizbücher selbst gestalten und auf alle möglichen Hobbies  und Themen ausrichten, so auch aufs Stricken.

Das ist, wie ich finde, eine nette Geschenkidee, vielleicht werde ich mir demnächst  selbst eins schenken.

 

Liebe Grüße

eure PiBa


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Kommentare: 1
  • #1

    Martina (Dienstag, 01 März 2016 21:57)

    Fand ich schon immer eine klasse Idee und man sucht nicht mehr verzweifelt nach Anleitungen von vor Jahren. Hätte man gleich zu Beginn des Strickens anfangen sollen.
    Wieviele Bücher wären da gefüllt...............................